Fritz-Schubert-Stiftung

Persönlichkeitsentwicklung | Bildungsgerechtigkeit | Zukunftsfähigkeit

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Stipendiaten

Schüler-Stipendiaten

Hier berichten die Schüler-Stipendiaten der Fritz-Schubert-Stiftung über ihre persönlichen Erfahrungen und Projekte.

Lea Ambs

24 Jahre, studiert Lehramt, Sekundarstufe 1, Fächer: Deutsch + Englisch

leaambsprofil

Insgesamt war ich fast 5 Jahre im Lernstudio und habe in der Zeit sowohl meinen Realschulabschluss als auch mein Abitur absolviert. Es war für mich ein Ort mit vielen Bedeutungen. Es war Zuflucht, Nachhilfe, Beratung, Gemeinschaftstreffen, Rückzugsort und vor allem ein zweites Zuhause. Es war ein Ort, an dem ich ich selbst sein konnte. Ich durfte weinen, lachen, Frust ablassen – aber vor allem durfte ich lernen. Und zwar nicht nur schulisches Lernen, sondern viel mehr.

Ich habe gelernt meine Stärken zu schätzen und auch meine Schwächen zu akzeptieren. Ich habe gelernt in Stresssituationen (Klausuren, Prüfungen) ruhig zu bleiben und in mich zu horchen. Ich habe gelernt, meine Angst vor Mathe zu vergessen und meine Leidenschaft für Deutsch und Englisch zu entdecken. Ich habe gelernt, über mich selbst und über das Lernen zu lernen.

 

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Das Lernstudio war für mich kein Ort von Druck und Zwang. Viel eher konnte ich hingehen, wann ich wollte, und ich wollte immer hingehen. Während ich mich jahrelang zur Nachhilfe geschleppt hatte, bin ich immer freiwillig ins Lernstudio gekommen. Weil ich es jeden Tag zu dem Ort machen konnte, den ich brauchte. Brauchte ich Ruhe, war es mein Rückzugsort, brauchte ich Gesellschaft und Unterstützung, war es Gemeinschaftslernen.

Jedes Mal, wenn ich mich unfähig fühlte, wenn ich aufgeben wollte oder der Druck (besonders während des Abiturs) zu groß wurde, ging ich ins Lernstudio und kam doppelt motiviert nach Hause. Ich konnte hier Grenzen lernen, lernen, wann es gut ist eine Pause zu machen, aber genauso, wann man weiter machen sollte, und dass man an sich selbst glauben muss. All das sind Dinge, die ich aus dem Lernstudio mitgenommen und bis heute verinnerlicht habe und die mir im Studium, aber auch in meinem privaten Leben sehr helfen.

Ich habe natürlich auch viele schulische Unterstützung dort bekommen, schließlich habe ich zwei Schulabschlüsse mithilfe des Lernstudios meistern können. In jedem Fach wurde ich unterstützt, manchmal nicht in herkömmlicher Weise, aber das war letztendlich der springende Punkt. Nachhilfe sollte nicht zusätzliche Schule sein, zusätzlicher Druck und Stress. Viel eher braucht man einen Ort, an dem Lernen zum Erlebnis wird. In dem man über sich selbst lernt und lernt, Aufgaben und Challenges zu meistern. Dieser Ort ist das Lernstudio für mich und ich bin unendlich dankbar, dass ich hier meine Zeit verbringen durfte.

Daria Keshani

22 Jahre, Studiert Sonderpädagogik

Mein Name ist Daria Keshani. Ich bin 22 Jahre alt und starte im April den Master of Education. Seit der neunten Klasse befinde ich mich zur Ausbildung in Heidelberg und freue mich darüber, mit dem Lernstudio von Tobias Rohde ein für mich umfassend passendes Setting aus Lernunterstützung, Engagement, Motivation und sozialem Zusammensein gefunden zu haben.

Tobias begleitet mich mit seinem professionellen Wissen schon seit einigen Jahren – dadurch kann ich mit Überzeugung bestätigen, dass er sowohl fachlich (von Geschichte über Mathe, Physik, Ethik) kompetent ist und auch als Coach und Berater mit seiner Selbst- und Lebenserfahrung stets ein offenes Ohr für mich hat. Seine Begleitung zeigte mir schon oft aus Krisen den direkten Weg zurück ins Tun.

 

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Die Unterstützung des Lernstudios begrenzt sich nicht nur auf Öffnungszeiten: Tobias ist immer erreichbar und berät auch unabhängig vom regulären Betrieb. Bei ihm steht nicht nur reine Wissensvermittlung als Indikator eines ausgezeichneten Lernstudios im Fokus. Seit der ersten Begegnung wurde ich als Person gesehen und wertgeschätzt. Sein Interesse am Gegenüber bzw. sein Erkennen-Wollen der Persönlichkeit unterstützte mich bei meinem persönlichen Wachstum. Meine Erfahrungen mit Tobias‘ Unterstützung im schulischen Bereich – z.B. bei der Ideenfindung und Anleitung sowie dem sinnvollen Aufbau von Hausarbeiten, Präsentationen oder bei Lernstrategien für das Abitur – lassen sich nahtlos auf die Inhalte meines Sonderpädagogik-Studiums übertragen. Mit einer Präzision und einem Wissenskanon, der in meinem Erleben nahezu ohne Grenzen war, zeigte sich Tobias als Motivator stets mit einem einfalls- und geistreichen Ratschlag. Auch meine Bachelorarbeit mit der Note „sehr gut“ wurde von ihm begleitet.

Emotionen beeinflussen das Lernen, weshalb das angenehme Lernklima, wie ich es im Lernstudio stets vorfinde, als eine stabilisierende Instanz in meiner persönlichen, schulischen und universitären Laufbahn beschrieben werden kann. Tobias hat meiner Erfahrung nach eine Gabe dafür, seinen Klient*innen genau das zu geben, was sie brauchen. Wenn ich beim Lernen nicht vorankomme und eine Blockade selbst nicht überwinden kann, liegt der Ursprung dessen oft nicht an meinem fehlenden Wissen. Durch das Coaching von Tobias habe ich gelernt, dass sich diese Situationen vielmehr mit meinem Umgang mit Stress und einer adäquaten Selbsteinschätzung managen lassen.

Ich bin Tobias dankbar, dass er mit seinem Einfühlungsvermögen, Interesse und seiner Wahrnehmung mir oft dabei geholfen hat, den richtigen Fokus zu setzen und selbstständig Lösungen und Ziele zu erarbeiten.

Ich konnte mit der Unterstützung durch die ermutigende, wissensbasierte und fundierte Art von Tobias ein sehr gutes Abitur sowie Bachelorabschluss erzielen. Gleichzeitig hat er mir gezeigt, dass Bildung mehr ist als sehr gute Zensuren – denn Bildung ist immer auch Persönlichkeitsweiterentwicklung, Kompetenzwachstum und gewonnene Freiheit. Danke für alles!

Heidelberg, den 16.02.22

Keshani_Daria

Malte Metzner

26 Jahre, Studiert Politik und Psychologie

maltemetzner

Ich bin Malte Metzner, 26 Jahre alt, und studiere Politik und Psychologie in Heidelberg. In der Zeit von 2009 bis 2015 haben mich Tobias und sein Lernstudio begleitet. Diese Zeit war eine unglaubliche Bereicherung für mich. Tobias hatte einen essenziellen Einfluss darauf, wie ich mich in dieser Zeit entwickelt habe. Doch auch über diese Zeit hinaus konnte und kann ich auf Unterstützung und Rat durch Tobias zählen. Damals hatte er mich nicht nur beim Hauptschulabschluss und bei meiner Ausbildung unterstützt, sondern mir vor allem geholfen meinen Horizont zu erweitern und mein Profil zu schärfen.
Einige „Lektionen“ die mir im Lernstudio mitgegeben wurden, prägen mich auch heute noch. Ich habe gelernt Herausforderungen wahrzunehmen, ohne dass diese mich überwältigen. Ich habe gelernt, dass Fehler nicht zwingend etwas Schlechtes sein müssen, sondern dass sie zum Lernprozess dazugehören. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, offen für Neues zu sein und Wandel in meinem Leben gestalterisch zu begegnen.

 

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Aber wie der Name Lernstudio bereits verrät, ging es nicht nur um persönliche Weiterentwicklung, sondern auch ganz zentral ums Lernen. Ob im beruflichen oder privaten Leben, beim Nachholen meiner Hochschulreife (welche ich mit einem Schnitt von 1,1 als Stufenbester abschloss) oder heute im Studium, die Methoden und Herangehensweisen, die uns Tobias ganz individuell nähergebracht hat, helfen mir bis heute.
Tobias erreicht dies indem er sich für jede/n Zeit nimmt und ernsthaftes Interesse daran hat, gemeinsam die Wünsche des Einzelnen auszuarbeiten und zu erreichen. Und auch beim Bewältigen und Begegnen von Problemen hilft Tobias in einer Art und Weise, die auch allein reproduzierbar ist.
Eine Begleitung durch Tobias in jungen Jahren ist das Beste, was mir passieren konnte. Denn sie konzentriert sich auf ein fehlendes Puzzleteil in unserem Bildungssystem: das Ausbilden eines Jugendlichen zu einem glücklichen, neugierigen und offenen Menschen.

Romain Laplanche

Studiert demnächst Bio-Medizin

„Schwierig zu sagen wo Tobias mir nicht geholfen hat. Generell haben sich meine Noten verbessert, aber ich habe auch zum ersten Mal Spaß gehabt, Mathe zu lernen oder ein Referat vorzubereiten. Und wenn mein Ergebnis mal nicht gut war, dann sagte er mir das ganz ehrlich und nahm sich dann die Zeit, mit mir von neu an zu Schaffen. Tobias machte aber nie die Arbeit für mich. Er gab mir das notwendige Wissen mit, teilte mit mir seine Ideen und Tipps und forderte mich mit seinen Fragen heraus, damit ich selber merken kann, was ich verstanden habe, bzw. wo ich mich noch verbessern kann. Dadurch habe ich gelernt, meine Probleme und Aufgaben selbständig zu lösen. Dennoch weiß ich, dass wenn ich irgendwann überfordert sein sollte, ich immer wieder zurück zum Lernstudio kommen kann.

Durch den Austausch mit unterschiedlichen Menschen und Freunden, die ich im Lernstudio kennengelernt habe, konnte ich für mich neue Perspektiven und Denkweisen entwickeln.

romain_laplanche

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Momentan befinde ich mich auf meiner ersten Solo-Reise, die zwei Monate dauern soll. Danach werde ich nach Frankreich umziehen und dort anfangen Bio-Medizin zu studieren, um später für die Forschung zu arbeiten.“

Lena Truong

Der Chinesische Prinz

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Vor langer Zeit, in einem weit entfernten China, lebte einst ein Prinz.
Als rechtmäßiger Erbe wurde er früh Herrscher über das Reich der Mathegermanisten.

Doch Leid zog über sein Land, als die Gruppe des Lehramts angriff und der Mathergermanisten-Nation den Krieg erklärte.
Dem Prinz blieb keine Wahl, er verließ sein Land auf der Suche nach einem legendären Schatz, der sein Reich retten würde.

Er begab sich auf eine gefährliche Reise für einen Schatz, von dem keiner wusste, ob er wirklich existiert. Man nannte ihn: ´Das ultimative Glück´.

 

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Auf dem Weg dorthin begegnete er vielen Wesen in tiefster Not.
Darunter Romain dem Hund, Cyril dem Fasan und Lena dem Affen.

Nicht nur half er den Wesen aus ihrer Not, er gab ihnen viele Anstöße und wertvolle Weisheiten mit auf den Weg, weshalb sie nun einer strahlenden Zukunft entgegenblicken können.

Um ihren tiefsten Dank auszudrücken, schenken sie ihm Dokumente, die ihm auf der Suche nach dem Schatz helfen sollen: einen fremdländischen Trunk, zwei legendäre Malereien und eine verbotene Schrift.

Auch wenn sich ihre Wege bald trennen müssen, für die Hilfe werden ihm die drei auf ewig dankbar sein.

Der Hund, der Fasan und der Affe werden sich bemühen, die wertvollen Lehren und die erhaltene Großzügigkeit in die weite Welt zu tragen.

Zum Abschied wünschen die drei Wesen dem großen Prinzen viel Erfolg auf der Suche nach dem Schatz und sind sich sicher, dass er in Zukunft noch vielen weiteren verirrten Seelen helfen wird.

Wir freuen uns zu sehen, wie die Reise des Prinzen
weitergehen wird.

samuraitobi

Larissa Brozio

Studiert vergleichende Literaturwissenschaft

Tobi hat uns bei allen möglichen Thematiken beigestanden und konnte bei jedem Fach irgendwie helfen (das fasziniert mich übrigens bis heute). Natürlich, ich bin ins Lernstudio gegangen und habe gelernt. Aber ich habe nicht nur dagesessen und über irgendwelchen Aufgaben gebrütet. Tobis Ziel war es immer, dass wir Spaß an der Sache haben. Vokabeln lernen als Memory-Spiel, Eselsbrücken für irgendwelche Formeln, und selbst Mathe hat er mit witzigen Aufgaben, die er sich selbst ausdachte, erträglicher gemacht.

Das Lernstudio war nie nur fürs Lernen da.
Ich glaube der Grund, weshalb ich so gerne dorthin ging, war, dass die Atmosphäre angenehm war. Wenn nichts mehr ging und die Blockade sich anbahnte, dann waren Pausen angesagt. Ob Rätsel lösen, irgendwelche lustigen Geschichten erzählen oder einfach mal auf der Couch ein Buch lesen.

larissabrozio

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Das Lernen stand nie über allem anderen, es wurde so verpackt und versteckt, dass ich als Jugendliche manchmal gar nicht merkte, dass ich gerade lernte. Es ging darum sich Wissen auf eine stimulierende Art und Weise anzueignen, sich die interessanten Aspekte aus dem trockenen Stoff rauszupicken, damit er eben doch spannend wurde. Es ging darum sich selbst herauszufordern, sich anzuregen und sich weiterzuentwickeln. Das Ziel war es, herauszufinden welche Herangehensweise an Wissen sich für einen eignete.

Das Lernstudio war also auch fürs Lernen da.
Aber eben nicht nur. Oder nicht im schulischen Sinne.
Mich hat die Zeit dort verändert, ich habe angefangen mich selbst anders wahrzunehmen. Einfach, weil ich ein anderes Konzept von Wissen kennengelernt habe, weil ich in einem Umfeld gelernt habe, das unterschiedliche Denkweisen gefördert und nicht unterdrückt hat.
Ich habe dort nicht einfach irgendwelche Aufgaben erledigt. Ich habe dort gelernt, wie man lernt. Und trotzdem bestehe ich darauf: Das Lernstudio war nie nur fürs Lernen da.

Ich könnte noch von allerlei Ereignissen erzählen. So viele Erinnerungen. So viele prägende Momente. Ich könnte noch von unserer Studienreise mit Tobi erzählen. Von dem Zug von Peking nach Shanghai. Von der gesperrten Geldkarte und der darauffolgenden Rettungsaktion. Von dem Essen dort, von den Eindrücken, von dem Magier, von den kleinen Stühlen und von der Akrobatik-Vorstellung.
Ich könnte von dem immensen Rückhalt erzählen, sobald ein Lehrer sich unfair verhalten hat. Tobi hat uns den Rücken gestärkt.
Wenn ich diesen Text jetzt so schreibe und über Vergangenes nachdenke, dann breitet sich eine unbändige Dankbarkeit in meinem Herzen aus. Ich bin dankbar, dass ich dort ein sicheres und gutes Lernumfeld hatte. Dass ich eine andere Herangehensweise ans Lernen kennengelernt habe. Und dass ich eine Akzeptanz vorgelebt bekommen habe, die ich davor nicht kannte. Ein Bewundern von Andersartigkeit, eine Neugier, eine Kreativität und eine tiefgehende Empathie. Und eigentlich passt es hier noch besser als davor:
Das Lernstudio war nie nur fürs Lernen da.

China1_Larissa Brozio
China1_Larissa Brozio
Couch